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KRETA - 8.000 JAHRE GESCHICHTE (6000 v.Chr. - 2000 n.Chr.)
Neolitische Periode - Minoisches Kreta - Der Zeitraum der Besetzung
Bis jetzt gibt es in Kreta noch keinen Nachweis für eine menschliche
Anwesentheit während der palaeolitischen oder mesolitischen Periode. Fossilien
von Elefanten, Rehen, wilden Ziegen und anderen Tieren sind gefunden worden,
von denen aber angenommen wird, dass sie älter sind als irgendeine menschliche
Existenz. Fruehe neolitische Funde sind bisjetzt auf die Niederlassung
in Knossos begrenzt.
| Neolithikum |
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Aceramic Neolithikum
6000 - 5700 v. Chr. |
Es gibt keine Töpferwaren doch sind zwei gebrannte Tonfiguren gefunden
worden. Die Wände bestehen aus ungebrannten Lehmziegeln oder Steinen,
Lehm and Lehmziegeln. Es sind keine vollständigen Hauspläne entdeckt
worden. Die Wirtschaft ist eine voll entwickelte neolitische, einschliesslich
domestizierter Weizen, Gerste, Linsen, Schafe/Ziegen, Schweine und
etwas Vieh. Steinerne Axt-Koepfe sind selten. |
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Frühes Neolithikum
5700-3700 v. Chr.

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Frühes Neolithikum I (ca. 5700-4000 v. Chr.)
Dieser Zeitraum zeigt das bei weitem längste Stadium homogener
kultureller Aktivitäten an diesem Ort. Die Gebäude in I sind rechteckig
und aus gebrannten Lehmziegeln auf Steinfundamenten gebaut. Die
Wand-Oberflächen sind regelmäßig mit Lehm verputzt. Töpferwaren,
die in einer vollentwickelten Form erscheinen und deren Menge mit
der Zeit zunimmt, haben im Allgemeinen eine dunkle Oberfläche und
sind poliert. |
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Frühes Neolithikum II (ca. 4000-3700 v. Chr.)
Es gibt keine auffällige Änderungen in der Architektur.
Gegen Ende dieser Periode erscheinen immer häufiger neue Formen
von Töpferwaren und wellenförmige Reliefs werden beliebt.
Gegen Ende dieser Periode erscheinen die ersten Anhaltspunkte einer
Web-Industrie.Keulen und Äxte aus Stein treten immer häufiger auf.
Bergkristalle tauchen zum ersten Mal unter den Materialien auf,
die für die kleineren Steinwerkzeuge benutzt wurden. |
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Mittleres Neolithikum
3700-3600 v. Chr. |
Das ist eine kurze Übergangsphase. Zum ersten Mal wurden größere
Teile von Hausplänen entdeckt. Die Gebäude sind groß: hauptsächlich
rechteckige Einheiten mit vielen kleinen Räumen.
Die Veränderungen in den Töpferwaren sind gering.Es gibt zunehmend
Nachweise für Webwaren und die Anzahl der Steinäxte und -keulen
nimmt weiterhin zu. |
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Spätes Neolithikum
3600-2800 v. Chr. |
Der erste Nachweis für die Benutzung von Metall-Werkzeugen ergab
sich aus einer Kupfer-Axt, die von Sir Arthur Evans beim Ausgraben
einer der Häuser gefunden wurde.
Es mehrt sich das Beweismaterial über Niederlassungen an einer
Anzahl von anderen Orten in Kreta, in der Form von Tonwaren von
Phaistos, Funde in zahlreichen Höhlen im Westen und Zentrum von
Kreta (z.B. Plativola, Trapeza). |
Bronzezeit - Die minoische Zivilisation (3000-1100 v. Chr.)
In diesen Jahren war die Entwicklung der Insel außerordentlich bedeutsam:
sie wurde ein Zentrum für die Seefahrt, den Handel und die kreativen
Künste. Die Menschen waren Bauern, Schafhirten und vorwiegend Seeleute,
mit bemerkenswerten kaufmännischen Verbindungen nach Asien, Afrika
und den Kykladen (Inselgruppe in der Ägäis).
Die Zivilisation, die
sich hier entwickelte, wurde von dem englischen Archäologen Sir Arthur
Evans während seiner Ausgrabungen des Palastes von Knossos "minoisch'
genannt, nach dem legendären König Minos. Es gibt keinen Nachweis
dafür, dass die Minoer ein kriegerisches Volk waren; es scheint, dass
sie stattdessen durch ihre bemerkenswerten kaufmännischen Fähigkeiten
sehr erfolgreich waren. Dieser Mangel einer militärischen Kultur mag
für ihren späteren Niedergang verantwortlich gewesen sein.
Diese Periode wird heute nach einem chronologischen System des griechischen
Archäologen N. Platonas sortiert, basierend auf den Zeitspannen der
großen minoischen Paläste, und umfasst die folgenden Zeiträume: |
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Die Periode vor dem Palastbau
3000 -1900 v. Chr.
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Das Charakteristische dieser Zeit ist die Ansammlung von Leuten
in Dörfern und Städten am Meer, hauptsächlich im Osten, anstelle
der verstreuten Wohnanlagen in Höhlen und Unterkünften der neolithischen
Jahre. Die Häuser haben zahlreichere Räume und sind besser gebaut.
Die Entwicklung der Kunst ist für diese Ära bemerkenswert. Tonwaren
und Keramiken sind handgefertigt, gebrannt, bemalt und mit verschiedenen
geometrischen Formen oder animalischen Ikonen dekoriert.
Werkzeuge und Waffen sind im Anfang noch aus Stein, später aus
Bronze hergestellt.
Die Toten werden in Höhlen begraben, wie im Neolithikum, aber später
erscheinen die ersten gebauten Gräber, einige mit viereckigen Steinen,
andere in einer runden kuppelförmigen Bauart.
Hunderte von Inschriften dieser Zeit, die während der Ausgrabungen
gefunden wurden, können nicht übersetzt werden bis man eine bilinguale
Aufschrift entdeckt, die den Schlüssel für die Deutung dieser Schrift
enthält. |
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Die Periode des alten Palast
1900-1700 v. Chr.

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Große Städte wurden gegründet und die ersten großen Paläste wurden
gebaut (Knossos, Festos, Malia). Die Paläste wurden um einen zentralen
Innenhof herum mit vielstöckigen Gebäuden errichtet. Diese enthielten
Säle für gesellschaftliche Ergeignisse, Privatgemächer der Machthaber,
Häuser der Arbeiter, Werkstätten, Lagerräume, Theater, Bäder, Abwasser-Anlagen.
Größere Zufluchtsorte befanden sich in Höhlen, auf Bergspitzen und
in den Palästen.
Die Göttin "Mutter Erde", symbolisiert durch die Doppel-Axt, wurde
angebetet.
Durch die Einführung der Töpferscheibe entwickelten sich die Ton-
und Keramikwaren zu echten Meisterstücken, z.B. die dünnwändigen
(Eierschale) vielfarbigen Vasen (Kamares
Stil). Die Kunst der Goldschmiede wurde technisch perfektioniert
mit Juwelen in verschiedenen Formen und mit reicher Dekoration.
Die Katastrophe folgte durch große Erdbeben.
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Der neue Palast oder die Neopalast Periode
1700-1380 v. Chr.


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Der Wohlstand der Zivilisation und die politische Macht des minoischen
Kreta nehmen schnell zu.
Die Insel vereinigt sich, mit ihrer Hauptstadt in Knossos und die
Macht entfaltet sich durch die Handlesverbindungen mit Klein-Asien,
Ägypten und Zypern, mit starkem Einfluß auf Griechenland, die Kykladischen
Inseln, Rhodos und die Kos Inseln und Kolonien, auf den Inseln von
Kea, Milos und Santorini (Akrotiri Stätte) und vielleicht auch Sizilien.
Diese Kolonien wurden nicht durch Kriege geschaffen, sondern durch
Handelsstationen. Der Schutz dieser Kolonien vor Piraten und anderen
Feinden wird durch die minoische Marine sichergestellt, deren Macht
von griechischen Historikern gerühmt wird. Thoukididis schrieb
über König Minos von Kreta:
"Und die erste Person, die uns durch die Tradition bekannt
wurde eine Seemacht geschaffen zu haben, ist Minos. Er machte sich
zum Meister von was man heute das Ägäische Meer nennt und regierte
über die Kykladen, zu den meisten von welchen er seine ersten Kolonien
entsandte, vertrieb die Carianer und ernannte seine eigenen Söhne
als Statthalter; und damit tat er sein Möglichstes die Piraterie
in jenen Gewässern zu unterbinden, ein notwendiger Schritt um die
Steuern für seinen eigenen Nutzen zu sichern."
Die Paläste wurden wieder aufgebaut, oder sie wurden luxuriöser:
Dekorationen mit Skulpturen und Fresko-Malereien. Diese Gebäude
wurden nicht nur wegen ihrer Architektur, reichen Dekorationen und
Baukunst bewundert, sondern auch wegen ihrer Methoden der Hygiene
und der Schicklichkeit in Bezug auf die hydraulischen und Abwasser
Systeme. Die Haupt-Paläste sind die von Knossos,
Festos, Malia und Zakros und kleinere tauchen auf (Arhanses, Agia
Triada, Tylisos und andere). Die Überreste der Paläste, die man
heute besuchen kann, stammen aus dieser Zeit.
Straßen und Brücken wurden gebaut. Der Wohlstand erscheint in jeglicher
Kunstform: Töpferwaren; Skulpturen (Schlangen-Göttin), Plastiken,
Vasen, Fresko-Malereien, modellierte Siegel-Stempel aus Stein, Dekorationen
in metallenen Waffen und Werkzeugen; kleine Details zeigen den erreichten
Perfektionismus.
Grabstätten werden monumental: richtige Gebäude mit unterirdischen
Wohnungen, mit Straßen zum Eingang und Säulenhallen, in denen die
Zeremonien vollzogen wurden. Die normalen Gräber sind kuppelartig
gebaut oder es sind tiefe Höhlen. Die Toten werden zusammen mit
den Dingen des täglichen Lebens begraben, die den Glauben der Minoer
in ein Leben nach dem Tod und einer möglichen Auferstehung enthüllen.
Die politische Autorität lag bei König Minos, der Name des ersten
Königs, der mythische Sohn von Zeus und Europa. Doch in den folgenden
Jahren wurde der Name eines jeden Königs der Inseln zur Zeit der
Minoer der Name des ersten Königs, genau wie der Name Cäsars zum
Titel für die römischen Kaiser wurde.
In der Schriftsprache wurde vorwiegend Linear A benutzt, die bisher
noch nicht entziffert wurde.
Es ist noch nicht ganz klar, warum die minoischen Paläste verlassen
wurden: auf Grund eines Vulkanaustritts
auf der Santorini Insel, die eine Flutwelle hervorbrachte,
durch Erdbeben, durch Zerstörung von Feuer an den minoischen Stätten,
oder durch eine menschliche Invasion aus Griechenland.
Die größten Ausbrüche der letzten 10.000 Jahre
| Vulkan |
Land |
Datum |
| Vesuv |
Italien |
5950 v. Chr. |
| Vesuv |
Italien |
3580 v. Chr. |
| Vesuv |
Italien |
79 |
| Ätna |
Italien |
1500 v. Chr. |
| Santorini |
Griechenland |
1650 v. Chr. |
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Die Periode nach den Pästen
1380-1100 v. Chr. |
Nach der Invasion aus Griechenland wurden viele
Städte zerstört oder verlassen, besonders an der Ostküste von Kreta. Die alten Einwohner
zogen nach Westen und die Eroberer ließen sich mehr und mehr im Lande
nieder, bauten ihre eigenen Unterkünfte anstelle der alten, oder errichteten
neue Siedlungen. Die Aktivitäten der Insel setzten sich fort mit Architektur,
Töpferwaren, Metallwaren, Dekorativer Kunst, doch wiederholten sie
sich ständig, im Gegensatz zu der großen Vielfalt der früheren
Jahre. Die letzten Jahre dieser Periode werden durch eine allgemeine
Dekadenz charakterisiert, auf Grund der zunehmenden Kolonialisation
durch weitere Einwanderer aus Griechenland, die ihre eigene Kultur
und Gewohnheiten mitbrachten. |
Die frühe Eisenzeit 1100-650 v. Chr.
Nach der Invasion der Dorer aus dem Peleponnes wurden die meisten alten
Städte zerstört und die Mehrheit der Bevölkerung zog sich
in die unzugänglichen Zufluchtsorte der Gebirge zurück, welche
die Verbindungen mit der Außenwelt unterbrachen.
Die Archaische Periode 650-500 v. Chr.
Die Bevölkerung der Insel nahm mit der Infiltration der Dorer
zu, besonders im Westen von Kreta. Neue Städte wurden errichtet,
wie Axos, Falasarna, Polyrinnia, Yrtakina und die Bevölkerungen
in anderen, wie Eleftherna und Kidonia (Chania) vermehrten sich.
Die klassische und hellenistische Periode 500-69 v. Chr.
Griechenland entwickelt sich, aber in Kreta geschah nichts. Die Städte
befanden sich in Feindschaft miteinander oder bekämpften sich.
Die Bevölkerung der Insel nahm zu.
Die römische Periode und die ersten byzantinischen Jahre
69 v. Chr.- 824 n. Chr.
Die Römer hatten den Krieg gegen Kreta in 71 v.Chr. verloren,
doch zwei Jahre später kamen sie mit einer größeren
Armee und Flotte zurück. Nach drei Jahren Widerstand wurde
die Insel erobert, womit der Wunsch der Römer, den berühmten
Geburtsplatz von Zeus zu erobern, verwirklicht wurde.
Während der Epoche der Pax Romana wurde die Insel wohlhabend
und entwickelte den Handel. Die Hauptstadt war Gortys.
Um 63 - 66 n.Chr. kommt das Christentum nach Kreta und die erste
christliche Kirche wurde in Kreta in Grotys von Bischof Titos etabliert.
Die arabische Besetzung und die byzantinischen Jahre 824-1204
In 824 wurde Kreta von arabischen Banditen erobert, die die Insel
verwüsteten, Gortys und andere Städte zerstörten,
jede einzelne Basilika und Kirche verbrannten und an der griechischen
Bevölkerung viele Greueltaten verübten. Um sich vor den
Hilfs-Expeditionen der Byzantiner zu schützen, bauten sie
ihre Hauptstadt El Khandak dort, wo sich heute die Stätte
von Iraklion befindet.
Auf Grund seiner Position wurde Kreta zum Hauptplatz des Sklavenhandels
im östlichen Mittelmeer und eine anhaltende Drohung gegen
das byzantinische Reich. Nach wiederholten erfolglosen Expeditionen
eroberte Nikiforos Fokas die Insel in 961,zerstörte die Mauern
von El Khandak derartig, dass sie für neue Piraten nutzlos
waren und verstärkte die christlichen Gemeinschaften auf verschiedene
Art und Weise. Die Verwaltung wurde wieder auf den Ruinen von El
Khandak etabliert, umbenannt in Handakas. Am Ende des 12.
Jahrhunderts wurden aus Konstantinopel weitere Siedler, angeführt
von 12 Aristokraten, nach Kreta entsandt, welche die neue kretische
Aristrokratie begründeten.
Die venezianische Periode 1204-1669
Mit der Eroberung von Konstantinopel während des vierten
Kreuzzuges wurde das Byzantinische Reich geteilt. Kreta wurde Boniface
von Monferat zugeteilt, der die Insel 1204 an Venedig verkaufte.
Die Venezianer behielten Handakas als Hauptstadt bei und bauten
Burgen in verschiedenen Teilen der Insel.
Der griechische Bischof wurde weggeschickt und die lateinischen
Bischöfe wurden etabliert, aber ohne die unteren orthodoxen
Geistlichen und deren Religion zu stören. Es wurden viele
orthodoxe Kapellen und Kirchen gebaut, die man heute in verschiedenen
Teilen der Insel besuchen kann.
Das Land wurden den Leuten weggenommen und venezianischen Rittern
gegeben, womit die ehemaligen Besitzer zu Sklaven wurden. Steuern
und Arbeitsverpflichtungen machten das Leben sehr schwer. Die venezianische
Besatzung konnte von dem kretischen Volk mit ihrem unabhängigen
Charakter nicht akzeptiert werden. Die über viele Jahre fortlaufenden
Aufstände brachten harte Vergeltungsmaßnahmen und Foltern.
Nach dem Fall von Konstantinopel durch die Türken in 1453
zogen viele Griechen nach Kreta und die byzantinische Kultur wurde
gestärkt. Auf Grund der türkischen Drohungen und ihren
Angriffen lebten die Venezianern und Kretern enger zusammen, welches
der Insel bedeutendes wirtschaftliches und kulturelles Wachstum
brachte.
Große Künstler dieser Periode waren die Ikonen-Maler Michail
Damaskinos und Domenico Theotokopoulus (berühmt
als El Greko), in Literatur und Theater waren es Vitsentzos
Kornaros aus Sitia, Georgios Hortatzis aus Rethymno
und andere bis heute unbekannt gebliebene.
Die türkische Besatzung 1669-1898
Mit ununterbrochenen Expeditionen versuchten die Türken die
Insel zu erobern. In 1645 besetzten sie Chania und Rethymno und
in 1669, nach 22 Jahren Belagerung, war Kandia (der venezianische
Name für Heraklion) gezwungen sich zu ergeben.
Die Besetzung war die härteste, die die Insel erlebte: Morde
und Vergewaltigungen, untragbare Steuern, brutale Versklavungen
trugen dazu bei, dass Aufstände zum täglichen Leben gehörten.
Die große Revolution der Unabhängigkeit von 1821 führte
zur Freiheit für Griechenland aber nicht für Kreta. Das
Protokoll von London von 1830 etablierte Griechenland als ein selbstständiges
Land, schloss aber Kreta nicht ein.
Der letzte Protest des Kreta-Rates an die christlichen europäischen
Länder in 1830 endete mit dem Folgenden:
""Hier ist Kreta, das Königreich von Minos, welches
die ersten Gesetze der Welt erließ, viele Wissenschaften
und Kunst ... Unter seinem griechichen Namen lebte es über
3000 Jahre, seine Kinder, aufgegeben von ihren christlichen Brüdern,
nach zehn Jahren ausrottendem Krieges um diese fürchterliche
Tyrannei zu beenden, werden wieder zu Opfern der Grausamkeit der
unmenschlichen Türken."
Kreta wurde von dem türkischen Sultan an Ägypten verkauft,
womit eine neue Dynastie und eine neue Periode von Unglück
begann. Nach dem erfolglosen Aufstand der Ägypter gegen die
Türken in 1841 verblieben alle ägyptischen Besitztümer
in den Händen der Türken. Die Kreter kämpften weiter
für ihre Freiheit. Die dramatischste war die Revolution von
1866, die damit endete, dass das Kloster von Arkadi in die Luft
gesprengt wurde.
Revolutionen und endlose Kriege hielten bis 1898 an, als die vier
Großmächte, England, Frankreich, Russland und Italien
als eine Lösung für das Kreta-Problem die Autnonomie
Kretas unter Ottomanischer Oberhoheit verhängten, unter der
Bedingung des vollständigen Abzugs der türkischen Armee
von der Insel.
Moderne Geschichte 1898 - heute
In 1908 verließ die Armee der vier Großmächte die Insel, nachdem Kreta
darauf bestand mit Griechenland vereint zu werden und in 1913 wurde die
Insel ein integraler Teil Griechenlands. Landwirtschaft und Handel begann
zu florieren, bis 1941, als Deutschland die Insel bis 1945 besetzte.
In den letzten Jahren hat die Landwirtschaft, der Handel, die Industrie
und der Tourismus der Insel zu einer beachtlichen Entwicklung verholfen.
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